Yahoo Stellungnahme zur „versteckten Werbung“

Vor kurzem wurde in der Blogosphäre ein paar Posts zu dem Thema „Verkauft Google Yahoo organische Suchergebnisse?“ geschrieben und von vielen kommentiert. Da ich ein paar gute Kontakte zu Yahoo habe, habe ich diese gleich mal angeschrieben mit der Bitte um Stellungnahme zu diesem Kritikpunkt. Anbei die Antwort dazu:

Bei den genannten Suchergebnissen handelt es sich um keine Neuerung der algorithmischen Suchergebnisse oder eine Einflussnahme auf das Ranking, sondern über Links, die über das schon seit langem für Werbepartner verfügbare Search Submit Pro Programm laufen. Search Submit Pro ist auch als „Paid Inclusion“, „Paid Listing“ oder „Bezahlte Aufnahme“ bekannt und beschreibt die beschleunigte Aufnahme in den Datenbestand einer Suchmaschine. Firmen können URLs anmelden, die täglich gecrawlt und daher im Suchindex täglich aktualisert werden. Gerade für Online Shops und Webseiten mit dynamischem Content ist das ein wichtiger Aspekt.

Die Links führen über den Werbetreibenden oder –dienstleister, dadurch werden die Klicks für den Werbekunden messbar und können zur Optimierung bestehender Sponsored Search Kampagnen genutzt werden.

Die Position in der algorithmischen Suchergebnisliste wird nicht beeinflusst, sondern diese ergibt sich rein aus der Relevanz für den Internetnutzer und der Häufigkeit der Suchabfrage. Mehr zu Search Submit Pro finden Sie auch bei Yahoo! unter „Werben mit Yahoo!“ bei Yahoo! Search Marketing.

Kurz gesagt, es geht darum schneller in den Index zu gelangen und das kostet halt etwas.

Kommentare:  7 Kommentare

Meister des Web 2.0 – onecoldhand

Jennifer Gooch aus Pittsburgh startete vor kurzem eine Website/Kunstprojekt, um verlorene Handschuhe zusammen zu führen.

Zu ihren ersten Handschuhen gehörte ein Lammfellhandschuh, den jemand auf dem Campus ihrer Carnegie-Mellon-Universität verloren hatte. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn mitnehmen sollte oder ihn einfach liegen zu lassen. Was, wenn der Besitzer danach sucht? So hinterliess sie eine kleine Nachricht mit dem Hinweis auf ihre Website: «Vermissen Sie einen Handschuh? onecoldhand.com».

Sie heftete ihren Findling in ihrem kleinen Kelleratelier an die Wand. Bald kamen weitere 20 dazu… Inzwischen bekommt sie auch von anderen Findern Handschuhe gebracht. Von jedem Stück wird ein Foto ins Internet gestellt – in der Hoffnung, den Besitzer zu finden und die Handschuhe zusammenzuführen.

Was hat das mit Web 2.0 zu tun?

Nun, das „Mitmach-Web“ wie aus gerne genannt wird, speißt sich aus den Inhalten die ein jeder zur Verfügung stellen kann und nicht nur von einige wenige Publisher. In diesem Fall hat Jennifer Gooch eine Brücke zwischen dem Mitmach-Web und der Realität geschlagen, da ohne gefundene Handschuhe (die Ihr ein jeder bringen kann), das Projekt nicht zustande gekommen wäre. Eigentlich will Sie nur kalte Hände wieder wärmen, aber die Idee einer solchen Verflechtung aus dem Mitmach-Internet und der Realität ist Interessant auch für andere Projekte. Zentrale Fundgruben, Kleiderspende, verschiedene Sozialprojekte für alte Bücher oder Möbel die sonst auf dem Müll landen würden, etc.

Viel Spaß beim finden von verlorenen Handschuhen: One Cold Hand


Preisvergleich bei Semager

Ab sofort ist unser neuer Preisvergleich online. Wir sind mit der Implementierung noch nicht ganz fertig und es fehlen noch ein paar Features, aber im großen und ganzen sieht es schon ganz gut aus und wir wollen euch die neue Suchfunktion nicht mehr länger vorenthalten.

Viel Spaß beim stöbern.

Beispiel: Preisvergleich Canon Ixus 70

Kommentare:  2 Kommentare

Der (über)mächtige Zeitgeist

Vor kurzem wurden die meisten Suchanfragen des Jahres 2007 von Yahoo und Google (via Agency-Newsletter) veröffentlicht. Auch sind einige Stimmen laut geworden, nachdem bei Google diese Veröffentlichung möglicherweise manipuliert worden wären.

Tatsache ist, das viele Medien auf diese Veröffentlichungen angesprungen sind und über die beliebtesten Sportler, Automarken, TV-Stars usw. berichten konnten. Schließlich sind es doch die besten Informationen die man sich nur wünschen kann, um über Trends und die Frage wer In und wer Out ist zu berichten. Oder?

Meine Meinung:

Ich möchte euch an zwei Dinge erinnern.

1) Erschaft euch selbst eine gesunde Medienkompetenz. Dazu gehört z.B. eine kritische Distanz zu Medien halten und beispielsweise kommerzielle oder politische Interessen in journalistischen Beiträgen erkennen können (im Volksmund auch: glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast).

2) Stellt euch vor, jemand würde bewußt z.B. eine Statistik fälschen, wer hätte davon Vorteile und warum.

Natürlich lassen sich diese Punkte genauso auf die täglichen Nachrichten im Fernsehen anwenden, Einschaltquoten, Wirtschaftsberichten etc. etc. Die angefachte Diskussion über die beliebtesten Suchwörtern (bei denen möglicherweise ein paar Fehlen) bot sich nur gerade dazu an. Es geht vielmehr darum, nicht alles zu fressen, was man vorgeworfen bekommt. Einer Eigenschaft die meines Erachtens in Deutschland sehr schwach geworden ist. Auch will ich hier keine Paranoia auslösen, sondern lediglich eine kritische Betrachtungsweise von unterschiedlich glaubwürdigen Quellen schärfen. Die Frage ist doch, wem kannst Du glauben? Mir sicherlich nicht ;-).

Kommentare:  2 Kommentare

Forschungsreport: Google muss zerschlagen werden

Zitat aus http://www.heise.de/newsticker/meldung/99953/

Forschungsreport: Google muss zerschlagen werden

Eine Studie der TU Graz warnt mit drastischen Worten vor der „Bedrohung der Menschheit“ durch Google. Der Suchmaschinenprimus schicke sich nicht nur an, den Schutz der Privatsphaere auf dem Muellhaufen der Geschichte zu entsorgen, heisst es in dem 187-Seiten umfassenden
Bericht „ueber die Gefahren und Chancen grosser Suchmaschinen unter
besonderer Beruecksichtigung von Google“. Das „monopolistische Verhalten“ des Marktfuehrers bedrohe vielmehr, „wie wir die Welt sehen und wie wir als Individuen wahrgenommen werden“. Damit gerate sogar die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr. Google habe in unerhoerter Art und Weise Macht angehaeuft, sodass ein Gegenangriff ueberfaellig sei.

Bericht unter: Google Danger (PDF)

Unsere Meinung:
In Anbetracht der Tatsache dass die Politiker derzeit über die Regulierung der Strompreise diskutieren und in Deutschland ohnehin Firmen mit Monopolstellung mit argwöhnischem Auge betrachten werden, ist es durchaus Vorstellbar, das sich die Politik auch einmal mit diesem Thema im Allgemeinen beschäftigen sollten. Informationskontrolle ist im Informationszeitalter ein mächtiges Instrument, um sich Vorteile zu verschaffen.
Fraglich ist jedoch die Durchsetzung einer potentiellen Kontrolle. Zerschlagen lassen wird sich Google oder jede andere „übermächtige“ Internetseite sicherlich nicht (zudem noch wenn diese nicht aus Europa kommt). Und eine Kontrolle kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen, ist es doch jedem einzelnen überlassen, welche Internetseiten er besucht oder auch nicht.

Welches sind also die Optionen? Sperrung des DNS-Resolvers wie im Falle eines bekannten pornographischen Portals, oder Zensur und Domainsperrung wie es in China üblich ist? Wohl kaum. Und wie ist es mit einer staatlichen Suchmaschine mit Fördergelder wie im Falle von dem europoäischen Projekt Quaero, welches 400 Mio. Euro gestreckt über 5 Jahre bekommen hat? Nun, im Vergleich zu den Umsätzen die Google erzielt ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Schön das wir mal drüber geredet haben.

Kommentare:  15 Kommentare

« ältere Einträge