Kritische Anmerkung zur PageRank Abwertung
In den letzten Tagen fand eine Abwertung von Internetseiten innerhalb der Suchmaschine Google statt. Die Abwertung betraf Seiten, die Links gegen Bezahlung zu anderen Seiten setzten.
Hintergrund des ganzen ist ein Verstoß gegen die Webmaster Richtlinien. In diesen heißt es:
“Der Ankauf von Links mit der Absicht, die Rangfolge einer Website zu verbessern, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf die Rangfolge einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann.”
In der Tat konnte man feststellen, dass sich ein neues Business etablierte, welches sich mit dem An- und Verkauf von Links beschäftigte. Zudem erschienen eine Reihe von Seiten und Portalen, die sich mit Linktausch befassten (Du gibst mir einen Link, ich gebe Dir einen). Unbestätigten Gerüchten zufolge würde die Suchmaschine ebenfalls bei Ebay Links einkaufen, um anschließend die verkaufenden Seiten mit einer PageRank Abwertung zu strafen und somit einen Kauf von Links dieser Seite möglichst uninteressant zu machen.
Diese vorgehensweise soll nach Aussage von Google für bessere Suchergebnisse sorgen, da das natürliche Linkwachstum gefördert wird und der manipulative bestraft. Aber, alles im Leben hat seine zwei Seiten, so auch eben diese Vorgehensweise…
Unsere Meinung: Zunächst einmal müsste bewiesen werden, ob der Einkauf von Links wirklich unlauterer Wettbewerb ist und eine Bestrafung gerechtfertigt. Ich habe da so meine Zweifel, ist doch das schalten von Werbeanzeigen ein tägliches Marketinginstrument. Zwar ist es nachvollziehbar, dass so mancher Webmaster sich mit allen Tricks in die Suchergebnisse nach oben “mogeln” möchte, jedoch muss es ihm zweifelsfrei nachgewiesen werden können, um von “Unlauter” und einer Bestrafung sprechen zu können. Dies ist immer mit einer Einzelfallanalyse verbunden. Nach Gegenwärtigem Kenntnisstand scheint es sich jedoch um einen mathematischen Algorithmus zu handeln, welcher über “Unlauter” oder “nicht Unlauter” unterscheidet.
Aus rechtlicher Sicht ist das natürlich ein viel komplexeres Thema: Dem geneigten Leser sei an dieser Stelle Wikipedia:Unlauter und die Wettbewerbszentrale empfohlen.
Man könnte jetzt natürlich sagen, dann benutz doch eine andere Suchmaschine. Du wirst ja nicht gezwungen Google zu benutzen und deine Webseite für Google zu optimieren! Jetzt hat Google in Deutschland aber eine Monopolstellung und jeder Webdesigner und Programmierer kann bestätigen, dass man um diese Suchmaschine nicht herum kommt.
Ich bin kein Jurist, aber wenn man sich ein bisschen in das Thema einliest, fällt einem schnell eines auf: eine Ähnlichkeit zu einem Eingriff in den Gewerbebetrieb ist nicht von der Hand zu weisen. Natürlich darf jeder Links verkaufen, allerdings wird es keiner mehr tun. Am stärksten Treffen wird dies die Anfangs erwähnten Gruppen treffen. Bei diesen könnte es sogar existenzbedrohende Ausmaße annehmen…
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Kommentare
Das wichtige ist doch nicht ob der PR fällt, sondern dass die Serps fallen.
Der Pagerank ist ein heiliges Gut von Google. Wer sich Links kauft verliert, das ist ganz klar.
Hallo,
mir erging es fast ebenso, wie meinem Vorredner.
Google hat mir ebenfalls den dritten (geliehenen) PR entzogen,
aber dafür hat eine meiner Subdomains, der gleichen TLD,
einen Punkt erhalten.
Bezahlte Links gibt es nur einen…
Also, kann es das nicht wirklich gewesen sein.
Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß die Google Algorithmen
sehr menschlich arbeiten.
Ein Beispiel:
einer meiner Konkurrenten hat sich wohl zu sehr nach Vorne
gewagt und ist seit einigen Tagen aus den Sucherbenissen
verschwunden. ich nehme an, dass er sich permanent und täglich
eingetragen hat, um mit einem bestimmten Suchwort
(ca.5,5 Mio Suchergebnisse) ganz oben zu landen.
Tja, freut mich natürlich besonders,
da die Nase ja Texte von meiner Website stibitzt hatte…:)
Ich sag mal, danke Google!
Gruß,
Kenan
Habe mich im letzten Jahr intensiv mit der Optimierung unserer Homepage beschäftigt und hatte vor 6 Monaten bereits einen Pagerank von 3 erreicht.
Das wohlgemerkt OHNE Linktausch, Linkkauf usw.
Da musste ich schon schlucken, dass trotz weiterer Anstrengungen kein Fortschritt sondern ein Rückschritt auf PR2 erfolgte.
Die erwähnte Abwertung kann also nicht ausschließlich auf den Kauf von Links zurückzuführen sein.
Nunja, der Index gehört Google und wie man in Las Vegas so schön sagt “die Bank macht die Regeln”. Selbstverständlich kann Google an Regeln aufstellen, was dort für richtig gehalten wird – wenn morgen nur noch Links, die in rosa gehalten sind gewertet werden, ist das eben so





