Nachtrag SES Hamburg 08
Da dies das erste mal war, das ich auf einer größeren Konferenz als Speaker eingeladen wurde, bin ich sicher kein Profi im beurteilen der Qualität der Konferenz selbst. Hier jedoch ein paar Sachen die mir aufgefallen sind:
1) Es kochen alle nur mit Wasser. Sicherlich kann man sich auf einen Bereich spezialisieren und diesen näher durchleuchten, aber letztlich ist die vorgehensweise ja doch immer dieselbe.
2) Wirklich gute Tricks werden niemals öffentlich ausgesprochen. Wer sich mit dem Thema SEM/SEO beruflich beschäftigt wird hier nichts wirklich neues gelernt haben. Es gibt schon ein paar pfiffige Tricks, aber die erfährst Du nur in privaten Gesprächen und wenn man sich “grün” ist.
3) Die Szene bleibt gern unter sich. Ich persönlich empfand das Networking als nicht so prickelnd. Liegt sicherlich auch an jedem selbst und wie man sich gibt, klar. Trotzdem könnte es schwierig werden, wenn Du a) keinen bekannten Blog hast oder b) unten auf Deinem Namenschild nicht eine hochbekannte Marke steht.
4) Selbstdarstellung als Verkaufskonzept. Die Qualität der Veranstaltungen litt mitunter an dem Mitteilungsbedürfnis der Marketeers, deren vornehmliche Idee es war die Tools aus dem eigenen Hause einzusetzten. Zugegeben kann ich mich davon auch nicht wirklich frei sprechen. Ich gelobe jedoch Besserung. Insgesamt ließe sich das aber in den Griff bekommen, indem man a) mehr Techniker anstatt Manager als Speaker einsetzten würde und b) Profis bezahlt um Vorträge zu halten und diese nicht mehr auf die Eigenwerbung angewiesen sein würden.
5) Ich war der einzige der über Semantik gesprochen hat. Es wurde zwar schonmal in einem Nebensatz erwähnt, war aber nie bestandteil einer Strategie. Was das zu bedeuten hat, keine Ahnung. IMHO ist es dennoch eine sehr zukunftsfähiges Konzept.
6) Die Zukunft ist ungewiß. Deutschlands SEM/SEOs sind hochgradig abhängig von den Entscheidungen Googles. Danach richtet sich der ganze Markt aus. Wenn Google “hü” sagt, “hoppt” die ganze Maschinerie los.
7) Man sieht sich. Das ist ruhig wörtlich zu nehmen. Es ist schon ganz interessant Menschen persönlich zu treffen, die man vorher nur von E-Mails oder Telefonaten kannte. Sie sehen IRL doch irgendwie immer ganz anders aus.
Was ist gefragt. Nach ein paar Gesprächen und durch die Fragen am Ende eines jeden Panels angeregt, kann man sich ein Bild darüber machen, was derzeit in Deutschland gefragt ist. Nach meinen persönlichen Schlussfolgerungen wären das a) Tools zum ausspionieren der Konkurrenz und b) ein wirklich gutes Bid-Management Programm zur Verwaltung von Google Adwords Kampagnen.
Insgesamt waren es interessante zwei Tage. Müsste man als Besucher jedoch den vollen Preis aus eigener Tasche zahlen, so kann ich diese Veranstaltung nur Anfängern und Quereinsteigern empfehlen, für diese jedoch dafür um so mehr.
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Kommentare
Doch, ich habe in meinem Vortrag über Landingpage und Google Adwords Optimierung auch über Semantik gesprochen:-)
[...] auf. Dieses Mal erwartet den Leser eine Zusammenfassung der SES Hamburg. Es geht quer durch alle Themen – angefangen von Oldschool Landingpages bis hin zur Beantwortung auf die Frage, wie man [...]
[...] Ludolph SEMAGER Mario CleverClogs WhiteSide SEO [...]













