Reverse Proxy für SEO
Was für einen Sinn soll den ein Reverse Proxy für einen SEO haben? Nun, eigentlich ganz einfach: es geht darum eine IP Adresse im Ausland zu haben auf dem “offiziell” die Domain läuft. Inoffiziell ist dies aber nur ein Reverse Proxy, der die Anfragen an den Server in Deutschland zurück routet. Dort werden Sie bearbeitet und das HTML erzeugt. Anschließend bekommt der Nutzer der Webseite oder der Bot das HTML von der IP aus dem Ausland ausgeliefert.
Wofür brauche ich eine IP aus dem Ausland? Antwort: um in diesem entsprechendem Land besser zu ranken!
Wenn ich schon einen Server habe, auf dem der Reverse Proxy läuft, dann kann ich doch auch gleich die Webseite dort laufen lassen? Antwort: prinzipiell schon; wenn die Webseite aber mehrsprachig ist, ist es einfacher nur einen Server pflegen zu müssen, als für jedes Landbzw. Sprache je einen eigenen Server.
Ok, also gut. Installieren wir mal einen Reverse Proxy…
Da alle meine Systeme auf Gentoo laufen und ich mich einigen Foren später für “pound” entschieden habe, beginne ich mit:
ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge pound
Die Config befindet sich in /etc/pound.cfg und ist sehr einfach gehalten. Für unser Beispiel brauchen wir eigentlich nur folgendes:
ListenHTTP
Address 12.34.56.78 # die IP aus dem Ausland, sprich dieser Rechner hier, auf dem der Reverse Proxy "Pound" läuft
Port 80
Service
URL ".*"
BackEnd
Address 87.65.43.21 # die IP des eigentlich Servers wo es hingehen soll
Port 80
End
End
End
Man kann noch einige Optionen mehr einstellen, z.B. ob man nur .html oder .png weiterleiten möchte. Es können auch mehrere Server angegeben werden und eine Priorität mit welcher diese zu bedienen sind (Loadbalancing). Kurzum, “Pound” ist ein einfacher, aber ebenso genialer LoadBalancer und Reverse Proxy und ebenfalls für einen SEO geeignet
.
Viel Spaß beim Routen,
Matze
Webanalyse um SEMRush-Daten ergänzt
Die Webanalyse wurde nun um ein paar weitere Daten von SEMRush ergänzt.
Im einzelnen finden sich nun die Top 10 Wörter mit denen diese Domain rankt, sowie ein paar Daten dazu wie genaue Position, Anzahl der Suchergebnisse, etc. Unter “Competitors” finden sich dann Domains, die zu den gleichen Keywords ranken, wie die getestete Webseite und wieviele Überschneidungen es dazu gibt.
Noch ein paar weitere Daten findet Ihr dann unter SEMRush selbst.
Also jetzt erstmal viel Spaß mit den neuen Funktionen.
Googlebot füllt Suchanfragen aus
Da ich aus aktuellem Anlass in letzter Zeit öfters in die echtzeit Log-Dateien meines Servers sehe, ist mir aufgefallen, das der Googlebot anscheinend hergeht und Suchanfragen ausfüllt. Und dies, obwohl eindeutig in der robots.txt definiert wurde, das dieses Verzeichnis gesperrt ist.
Muss man nicht verstehen… ?
66.249.65.116 – - [24/Feb/2010:16:19:25 +0100] “GET /search/?q=streifenvorhang HTTP/1.1″ 200 19672 “-” “Mozilla/5.0 (compatible; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)”
Google SERPs CTR zu hoch bewertet?
Wie vielen von euch bekannt sein sollte, ist der CTR die Click-Through-Rate in den normalen Suchergebnissen von Google, ebenfalls ein Signal für eine gute oder schlechte Domain. Sprich, wenn eure Seite auf Platz 10 ist und Ihr sie in ein bestimmten Frequenz (Cookie, User-Agent, etc) immer wieder mal anklickt, steigt eure Position allein durch das Klickverhalten auf z.B. Position 8. Wie stark der SERP CTR genau ist, ist natürlich nicht bekannt, aber ich vermute er ist sehr stark geworden (schließlich kann man Benutzer ja nicht manipulieren, aber Links schon
).
Als Beweis dazu möchte ich die unzähligen Warez und Download-Seiten anführen, die in letzter Zeit gefühlt nur so in die SERPs schießen. Da in den Titeln dieser zumeist etwas steht wie “kostenlos Downloaden”, “free bei Rapidshare” oder ähnliche legal zweifelhafte Angebote, werden diese Seite sicherlich von vielen geklickt, in der Hoffnung hier etwas kostenlos abstauben zu können.
Schauen wir uns doch mal ein paar Suchbegriffe an: Zombilution (ein PC-Spiel,dass mich mal spontan interessiert hat):
1 x T-Shirt
8 x Download (Warez)
1 x Forum
Ganz ähnlich verhält es sich bei vielen Begriffen aus dem Long-Tail. Die Zunahme dieser Rapidshare- und Download-Suchmaschinen in der ersten SERP ist brisant, ja schon nervend. Sieht man sich mal die Alexa-Ranking solcher Seiten an, staunt man nicht schlecht:
Alle innerhalb eines halben Jahres in olympische Höhen katapultiert. Davon können normale SEOs nur träumen. Was dort an Traffic abgegriffen wird, reicht, wenn es richtig monetarisiert wird, für mehrere Mitarbeiter-Gehälter. Diese können solche Seiten natürlich wieder klonen und wieder einstellen, klonen und wieder einstellen…
Und genau das, so zumindest meine Vermutung, geschieht zur Zeit auch. Ich vermute der Erfolg dieser Seiten ist deswegen so hoch, da Google der Klickrate in den SERPs eine zunehmend höhere Bedeutung einräumt. Wie man sieht vermüllen Sie sich damit nur Ihren eigenen Index.
PS: Hat jemand von euch einen Crawler, der nach Rapidshare downloads sucht? Bitte melden
UPDATE: Mittlerweile sind die Ergebnisse zu oben genannter Google-Suche nicht mehr gar so verseucht. Es scheint so als hätte Jemand etwas dagegen unternommen ^^.
Javascript und CSS verkleinern
Da ich gerade mal so etwas gebraucht habe, habe ich schnell mal einen CSS und Javascript compressor geschrieben und ihn als API online gestellt.
Das Tool verkleinert Javascript und CSS (Cascading Style Sheets) um bis zu 70%. Nützlich wenn man Bandbreite sparen will und die Benutzer die Internetseite damit schneller laden können.
CSS: entfernt alle Zeilenumbrüche, Tabulatoren, Kommentare, doppelte oder unnütze Leerzeichen, Semikolons im letzten Attribut, Anführungszeichen in URL-Angaben, globalisiert Anführungszeichen und verkürzt Hexadezimale Farbangaben (#ff0088 wird zu #f08).
Javascript: benutzt eine PHP Portierung von Dean Edwards JavaScript compressor.
Hier gehts zur API:
http://www.semager.de/api/minimizer.php
Ihr könnt sie sowohl online als auch automatisiert nutzen, wie ihr wollt => Free 4 all.
Viel Spaß dabei.
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