Petition: kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen
Dieser Beitrag hat nichts mit Suchmaschinen, Suchmaschinenoptimierung oder Programmierung zu tun. Nicht direkt. Aber wäre es nicht wünschenswert wenn jeder die Forschungsergebnisse aus z.B. dem “europäischen Leuchtturmprojekt” Quaero erhalten würde?
Aus aktuellem Anlass möchte ich euch bitten an folgender öffentlicher Petetion des Bundestages mitzuzeichnen. Es entstehen keine Kosten und dauert maximal 3 Minuten. Ihr braucht lediglich einen Account bei https://epetitionen.bundestag.de/. Falls Ihr noch keinen habt, könnt Ihr auf der Registrierungs-Seite einen erstellen. Anschließend bitte die entsprechende Petetion aufrufen und mit einem Klick unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922
Wozu das ganze?
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
Begründung
Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.
Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.
Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.
Weitere Hinweise zu den derzeit massiven Protesten bei den Universitäten unter
Immer noch keine Werbung mit fremden Marken bei Google Adwords
… und jeder der etwas anderes sagt, hat sich einfach nicht richtig informiert.
Wie in der Pressemitteilung des BGH vom 22.1. beschrieben, gilt bei dieser Art der Werbung das “harmonisierte europäisches Recht”:
Da die Bestimmungen des deutschen Rechts auf harmonisiertem europäischen Recht beruhen, hat der Bundesgerichtshof das Verfahren ausgesetzt, um dem Europäischen Gerichtshof diese Frage zur Vorabentscheidung nach Art. 234 EG-Vertrag vorzulegen.
Und nur das ist der wirklich interessante Teil. Die beiden anderen beschriebenen Fällen, hatten entweder nicht genügend Verwechslungsgefahr oder es handelte sich um Wörter/Abkürzungen mit beschreibendem Charakter. Das Hauptproblem aber, nämlich das z.B. die Firma “Adidas” das Wort “Nike” einkauft um damit Werbung zu schalten, bleibt weiterhin im unklaren.
Insofern ist mir also nicht ganz klar geworden, warum so mancher Blog oder Newsportal etwas anderes behauptet. Letztlich müssen wir alle mindestens nochmals ein 3/4 Jahr warten, bis es ein endgültiges Urteil gibt. Und in der Zwischenzeit macht es weiterhin den Unterschied zwischen Gewinnern oder Verlierern aus, in welcher Stadt man angeklagt wird/anklagt.
Also bitte noch ein bißchen Geduld, bevor Ihr jetzt anfangt Markennamen “einzukaufen”.
Semantische Katholiken
Mal ganz ehrlich, wenn man nach evangelische gemeinde neustadt bei Google sucht und stattdessen die katholische Kirche findet, kann doch etwas nicht stimmen.
Ich vermute mal ganz stark, dass Google nun auch vermehrt Semantik in die Suchergebnisse mit einbezieht, zumal der Begriff “evanglisch” unter den ersten beiden Treffern auf deren Homepage nicht ein einziges Mal vorkommt. Und das hier Jemand eine Google-Bombe gelegt hat, kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen.
Bleibt nur übrig, dass Google eine semantische Nähe von evangelisch zu katholisch berechnet hat.
.. was wohl die Kirche dazu meint?
Na, da bin ich ja froh, das das bei mir nicht passiert
. Stattdessen findet Semager sogar die “evangelische kirchengemeinde neustadt”. Wenn das mal nicht semantisch ist …

Reihenweise Rechtsverstöße
Gefunden auf wiwo.de – eine interessante Meinung über die von Google eingesetzte Software Analytics und dem Projekt Streetview. Beide beinhalten laut Berlins Datenschutzbeauftragem Alexander Dix “reihenweise Rechtsverstöße”.
Hier der Link zum vollständigen Interview:
http://www.wiwo.de/technik/reihenweise-rechtsverstoesse-374551/
Google nutzt vermehrt LSI?!
Das Problem mit den Linktexten ist Google wohl zunehmend ein Dorn im Auge. Da gibt es doch pfiffige SEO`s, die hunderte (tausende?) Links mit passendem Linktext setzen, ohne dabei aufzufallen. Wie frech! Und dann ist ja noch dieser Link “…mehr”, der ja thematisch absolut korrekt sein kann, leider aber überhaupt nichts aussagt. Gerade dann, wenn nur der Titel und die ersten 20 Wörter eines Artikels als Vorschau angezeigt werden und ein anschließendes “…mehr” auf den eigentlichen Artikel zeigt. Für den Benutzer ja eigentlich der optimale Link. Für eine Suchmaschine aber etwas schwieriger. Da muss ein Lösung her…
Fassen wir mal zusammen:
Anhand der Webmaster-Tools von Google können wir erkennen, das Google Links nicht nur anhand des reinen Linktextes wertet, sondern auch von dessen Umfeld. Es wird unterschieden zwischen Sätze, Keywords und Content. Zudem ist in SEO Blogs oft zu lesen, das Links die innerhalb eines Textes gesetzt werden wertvoller sind, als Links, die in Linkblöcken stehen. Ein weiterer Hinweis sei auch die Änderung des Textlink-Marktplatzes Teliad, nunmehr sogenannte InLinks zu verkaufen, also Links innerhalb des zentralen Textes einer Webseite.
Sprich, Google verläßt sich immer weniger auf den Text innerhalb des Links, sondern nimmt zunehmend auch dessen Umfeld mit. Wenn wir dieses Umfeld jetzt immer weiter ausdehnen, haben wir irgendwann die ganze Webseite als “Linktext” erfasst. Dummerweise stehen dort eine Menge Wörter drin und man kann sich gar nicht so recht entscheiden, welches von denen den nun für das Ranking wichtig sein soll.
Ergo, der Linktext selbst wird unwichtiger, die Themenrelevanz der verlinkten Seiten untereinander wichtiger. Dies ist insbesondere bei gekauften Links ein Problem. Links die freiwillig und aufgrund einer Empfehlung gesetzt worden sind, sind in der Regel in hohem Maße themenaffin. Gekaufte Links dagegen haben oft wenig oder überhaupt nichts miteinander gemeinsam.
Die Lösung heißt LSI (Latent Semantic Indexing). Zunächst schneidet man eine Webseite in seine einzelne Bestandteile (Tokens) und bildet eine Matrix daraus, dann kommen so Sachen wie SVD (Singularitäts-Wert-Zerlegung) und man bildet einen Vektor (sprich, einen Pfeil mit Länge und Richtung).
Am Ende hat man zwei Vektoren, je für die verlinkende Seite und die verlinkte Seite. Man misst den Winkel zwischen den zwei Vektoren und zieht davon den Cosinus. Diesen Wert nimmt man dann als Dämpfungsfaktor, um zu bestimmen wieviel PageRank der Link vererbt. Je weiter die Seiten thematisch auseinander sind, um so weniger wird vererbt.
Das ist natürlich nur eine grobe Umschreibung dessen, wie so etwas funktioniert und es gibt noch eine Reihe weiterer und vor allen Dingen neuerer Algorithmen, aber es beschreibt das Prinzip ganz gut.
Es hat den Anschein, als das Google nun ebenfalls diese Technik vermehrt einsetzt ( zumindest bei google.com – in der deutschprachigen Suche auf google.de scheint sich dies noch nicht bemerkbar zu machen). Grund für diese Vermutung sind Diskussion über Änderungen im Umgang mit Linktexten in verschiedenen Foren. Verfolgt man diese, kommt man sehr leicht auf oben genanntes Ergebnis.
Die “Rumours” dazu im Netz:
http://www.seroundtable.com/archives/018087.html
http://www.bayaw.com/2008-08-23/does-anchor-text-no-longer-that-important-in-google.html
http://sphinn.com/story/67317
http://www.blogstorm.co.uk/google-changes-algorithm-anchor-text-less-important/
http://forums.digitalpoint.com/showthread.php?t=993671
PS: Schon ein Kreuz mit dieser Suchmaschine. Erst klaut Sie mir die “verwandten Suchvorgänge” und nun auch noch mein geliebtes LSI – vielleicht sollte ich weniger Innovationen ins Netz stellen
.
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